Dienstag, November 24, 2009

Codeine Velvet Club

Die Stone Roses bleiben, auch bald eineinhalb Jahrzehnte nach ihrem offiziellen Ende, ein britisches Phänomen. Gerade tourt die Coverband The Complete Stone Roses quer durch England, in mittelgroßen Hallen, und nächstes Jahr wird Ian Brown auf seiner Tour sicher auch den einen oder anderen Roses-Klassiker zu Gehör bringen. (Sein neues Album «My way» ist übrigens erstaunlich gut geworden!) Die neue Band Codeine Velvet Club, in der Jon Lawler von The Fratellis sich mit austobt, hat sich den Song «I am the resurrection» gekrallt und in ihr eigenes Gewand gegossen. Gar nicht mal so schlecht, obwohl natürlich nichts über das Original geht. Am 28. Dezember wird das Debütalbum erscheinen.

Montag, November 23, 2009

Museum of Bellas Artes - Zu schön für die Vitrine

Dass ein Remix besser ist als das Original, kommt nun nicht so häufig vor. Bei der aktuellen Single des schwedischen Trios Museum of Bellas Artes trifft dies aber tatsächlich mal zu – aus einem netten, unauffälligen Popsong wird im Handsomeboy Technique Remix ein hübscher Indiegitarrenpophit. Und gratis gibt es diesen obendrein, was will man mehr? Ach ja, mit weiteren Infos geizt die Band auf ihrer Myspace-Seite leider... (Danke mal wieder an José Antonio für den Tipp!)

Sonntag, November 22, 2009

Lee Memorial - Sodastream 2.0

Als die australischen Depri-Chamberpopper von Sodastream vor einer Weile das Ende ihrer Band bekannt gaben, sorgte dies für so manch feuchtes Auge. Doch nun dürfen die Tränen getrocknet werden, denn Sänger Karl Smith hat mit seinem neuen Projekt Lee Memorial einen würdigen Ersatz gefunden. Zusammen mit Musikern von Gaslight Radio und The Nation Blue weist das Debütalbum «The Lives of Lee Memorial» sowohl die typischen Sodastream-Ingredenzien auf, insbesondere Smiths wehmütigen Gesang, aber auch Elemente, die man im Sodastreamkosmos bisher nicht entdecken konnte. So erinnert mancher Song gar an Bands wie Destroyer. Nicht immer leicht zugänglich, diese Musik, aber interessant!

Freitag, November 20, 2009

Why Write? - LoFi-Dänen

Wird mal wieder Zeit für etwas dänische Musik, finde ich. Anders als viele andere skandinavischen Bands, die mehr dem melodischen (Indie-)Pop zugeneigt sind, sind Why Write?, das Projekt von Jacob Faurholt, eher auf der LoFi-Schiene unterwegs. So wundert es auch nicht, dass die ersten Aufnahmen – die Debüt-EP – von Kramer (Low, Galaxie 500) produziert wurden. Besonders «Burning holes» ist ein kleiner Hit. Zwei Songs gibt es derzeit kostenlos auf der Bandbase-Seite des Künstlers.

Mittwoch, November 18, 2009

Neuer Song von Lower Heaven

Regelmäßigen Lesern meines kleinen Blogs verrate ich sicherlich kein großes Geheimnis, wenn ich sage, dass Lower Heaven, die Shoegaze-/Psychedelic-Band aus L.A., für mich nicht nur eine der Neuentdeckungen des Musikjahres 2009 sind, sondern mit ihrem Debütalbum «Ashes» auch eines der besten Alben des Jahres abgeliefert haben. So großartig wurde melancholische Atmosphäre lange nicht mehr dargeboten! Und so freut es mich natürlich, dass Lower Heaven nicht untätig bleiben und nun ein neues Lied zum Download (via L.A. Record – dort gibt es auch ein interessantes Interview mit der Band) anbieten – «Before you turn to dust» ist etwas weniger dreampoppig als gewohnt, aber wieder sehr gelungen!

Dienstag, November 17, 2009

Globes on Remote

Leider bin ich momentan zeitlich ziemlich knapp dran, wie Ihr sicherlich an den ausbleibenden Postings hier im Blog bemerkt haben werdet. Die Wartezeit auf den nächsten richtigen Beitrag kann ich Euch vielleicht mit diesem netten Song der Band Globes on Remote aus Los Angeles vertreiben, der von ihrem just heute erscheinenden Album «Woo hoo hoo» stammt. Netter Space-Disco-Pop!

Donnerstag, November 12, 2009

Bear in Heaven - Bärenkeule in Sauerkraut

Bären sind extrem beliebt, zumindest in Bandnamen. So haben sich Bear in Heaven auch nicht gerade alle Beine ausgerissen bei der kreativen Namensfindung. Musikalisch geht es da schon interessanter zu – eindeutige Referenzen in Richtung Krautrock sind ebenso zu hören wie auch folkige und elektronische Elemente. Auf ihrem aktuellen Album «Beast rest forth mouth» stechen vor allem Songs wie «Lovesick teenagers» hervor, die im Weltraum schweben und doch auch auf der Erde umherwandeln. Das Quartett aus Brooklyn bedient sich dabei durchaus auch experimentellen Songstrukturen und bricht lineare Melodieläufe immer wieder auf. Das geht zwar nicht so glatt ins Ohr wie Peter Alexander, ist dafür aber um so spannender!

Mittwoch, November 11, 2009

Viola bleiben produktiv

Die FinPopper von Viola bleiben ihrer extrem fanfreundlichen Linie treu, jeden Monat ein neues Lied zu veröffentlichen, und zwar als kostenlosen Download auf ihrer Website! Die letzten Songs waren, der Jahreszeit angemessen, eher melancholisch-düster, sind "aber" wirklich zu empfehlen, vor allem «Beautiful lost things», ihr Oktober-Song. Ich erinnere bei der Gelegenheit auch gerne noch mal daran, dass man ALLE Viola-Alben ebenfalls gratis herunterladen kann!

„To conclude our autumnal triptych of holy melancholy, we present to you a track by the name of No Connection, which might lyrically be one of the darkest Viola tracks yet, so it's fitting we're releasing it on All Hallows' Eve.“

Dienstag, November 10, 2009

Zoe.LeelA - Aus Kreuzberg with love

Heute mal etwas andere Töne als von mir gewohnt – denn die Kreuzbergerin Zoe.LeelA mischt Grooviges mit TripHop zu einem modernen, zum Teil durchaus auch tanzbaren Sound. Auf dem Kölner Netlabel rec72.net ist gerade ihre neue Single «Destroy she said» erschienen, die mich an Morcheeba denken lässt und ine angenehm warme Atmosphäre verbreitet. Den Song gibt es beim Label kostenlos, so wie auch das kommende Album «Queendom come» dort ab Ende November gratis erhältlich sein wird. Kein Wunder, dass es den großen Plattenfirmen angeblich so schlecht geht, ist doch das Verschenken von Musik mittlerweile (erfreulicher Weise) zu einem echten Trend bei Bands und Künstlern geworden!

Montag, November 09, 2009

The Sunshine Factory - Wohlige Bratgitarren

Zucker ist schädlich und böse. Normalerweise. Wenn er jedoch in ohraler Form eingenommen wird, vermag er den Körper sogar zu vitalisieren. So geschehen bei der «Sugar EP» der neuen Dreampop-Band The Sunshine Factory. Stellt Euch eine Mischung aus My Bloody Valentine-Gitarren und frühen 90er Manchester-Melodien vor, dann habt Ihr eine vage Vorstellung von dem, was das Duo aus Alabama auf ihrer aktuellen EP aus dem Hut zaubert. Der Clou – die gesamte EP gibt es als kostenlosen Download auf dem neuen Netlabel BFW Recordings! Und wer noch mehr will - auf Bandcamp gibt es das komplette Debütalbum «Vintage Revolution» ebenfalls für lau.